Schilddrüsenstörungen bei Frauen

Die Schilddrüse – die Diva unter den Organen

Die Schilddrüse ist eines der kleinsten aber wichtigsten Organe in unserem Körper und für unseren Stoffwechsel von großer Bedeutung. Sie hat die Form eines Schmetterlings und sitzt unterhalb des Kehlkopfes. Dieser Ort ist der Sitz unserer Kommunikation und Kommunikationsfähigkeit. Die Schilddrüse steht in psychosomatischer Hinsicht auch für die Fähigkeit, Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken. Außerdem ist der Spiegel unserer Emotionen. Die von der Schilddrüse gebildeten Hormone beeinflussen die Funktion fast aller Organsysteme in unserem Körper. Sie bestimmt über unsere Leistungsfähigkeit und Vitalität. 
Die Schilddrüsenhormone regulieren das Wachstum, die Hirnentwicklung, die Temperatur in unseren Körper und noch vieles mehr. Sie sind also an wichtigen Stoffwechselprozessen beteilig und stehen über einen Regelkreis in Verbindung mit unserem Nervensystem. 
So lange man keine Probleme damit hat, bemerkt man sie gar nicht aber eine Fehlfunktion legt sich wie ein Schatten über unser Leben.

Kleine Drüse – große Wirkung

Die Schilddrüsenhormone haben Einfluss auf die folgenden Körperbereiche:

  • Stoffwechsel
  • 
Körpertemperatur
  • 
Wachstum
  • Hirnentwicklung

  • Gedächtnisleistung

  • Immunsystem
  • Herzfrequenz

  • Verdauung

  • Körpergewicht

  • Knochenstoffwechsel
  • Libido

Es ist wichtig, Funktionsstörungen ganzheitlich zu begegnen. Ich habe in meiner Praxis, die Erfahrung gemacht, dass es hilfreich ist, die schulmedizinische Therapie naturheilkundlich zu unterstützen. 


 

Schilddrüsenstörungen - ein Überblick

Es gibt unterschiedliche Schilddrüsenfunktionsstörungen. Um sie behandeln zu können, ist es hilfreich, die Unterschiede zu kennen.

Hypothyreose – Unterfunktion

Bei der Schilddrüsenunterfunktion entsteht ein Mangel an Schilddrüsenhormonen im Körper und stört den gesamten Hormonhaushalt. Die Schilddrüsenunterfunktion kommt häufiger vor als eine Überfunktion.
 Mögliche Symptome einer Unterfunktion sind reduzierte Wärmebildung, häufiges Frieren, Antriebsschwäche, Energiemangel
, erhöhtes Schlafbedürfnis
, Gedächtnisschwäche
, Verstopfung
, Haarausfall
, hormonelle Störungen
, psychische Symptome wie z. B. Depression, Übergewicht 
oder auch Libidoverlust.

 

Hyperthyreose – Überfunktion

2. Bei einer Überfunktion produziert die Schilddrüse zu viel von den Schilddrüsenhormonen T3 und T4, was zu folgenden Symptomen führen kann:
 starkes Schwitzen, starker Appetit
 oder auch Gewichtsabnahme
, äufiger Stuhlgang oder Durchfall
, schneller Pulsschlag
 oder höherer Blutdruck
, Händezittern
, innere Unruhe oder Konzentrationsstörungen
, Schlaflosigkeit.

 

Dysthyreose – wechselnde Über- und Unterfunktion

Bei einigen Menschen kann es vorkommen, dass Sie zwischen einer Über- und Unterfunktion hin- und herwechseln.

 


Euthyreose mit Struma (Kropf)

Eine Vergrößerung der Schilddrüse wird als Struma oder Kropf bezeichnet. 
Mögliche Symptome bei einer Struma sind Druckgefühl
, Luftnot
, Schluckstörungen
, Engegefühl
, Heiserkeit sowie Zunahme des Halsumfanges.

 

Entzündliche Schilddrüsenerkrankungen

Morbus Hashimoto (Autoimmunerkrankung)


Morbus Hashimoto ist eine Entzündung der Schilddrüse, die oft sehr langsam   beginnt. Deshalb werden die Beschwerden einer Hashimoto-Thyreoiditis kaum
wahrgenommen. Häufig geht dem Hashimoto eine längere Schilddrüsenunterfunktion voraus.

Morbus Basedow (Autoimmunerkrankung)


Bei dieser Autoimmunerkrankung bildet der Körper Antikörper gegen Teile der eigenen Schilddrüse. Dadurch wird die Schilddrüse zum Wachstum angeregt und vermehrt Schilddrüsenhormonge gebildet.

Thyreoditis de Quervain

 


 Gut zu wissen:

Schilddrüsenstörungen treten oft in der Pubertät, Schwangerschaft oder auch in den Wechseljahren auf. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Jeder zehnte in Deutschland lebende Mensch ist sogar von einem Hashimoto betroffen.
 Deshalb sollten Sie immer an einen regelmäßigen Schilddrüsen-Check denken!